Eine attraktive und wertorientierte Arbeitskultur

Veröffentlicht am 29.12.2018 in Kreisverband

SPD-Kreisverband besucht die Müllheimer Firma Neoperl.

Marktwachstum und Lebensqualität von Mitarbeitern unter einen Hut zu bringen, gelingt auch einem Global Player, nämlich der Müllheimer Firma Neoperl, Hersteller von Gütern des Sanitärbedarfs. Dass der Sinn von Erwerbsarbeit nicht allein  in  Karriere- und Gewinnstreben liegt, sondern auch Chancen der menschlichen Entfaltung eröffnet, davon konnte sich der Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald der SPD mit seiner Vorsitzenden Birte Könnecke jüngst bei einer Betriebsbesichtigung überzeugen.  „Ich finde diese Firma deshalb so toll, weil sie mit zwei Produkten als Weltmarktführer in der Champions League spielt, sich aber gleichzeitig durch eine attraktive Arbeitskultur auszeichnet“, so Könnecke.

Entsprechend geschulte Führungskräfte des Unternehmens sind nach Auskunft von Geschäftsführer Thomas Schindler gehalten, immer wieder den Dialog mit den Beschäftigten zu suchen „und ihnen Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken“. Das ist eine stete Aufgabe, weil Mitarbeiterzufriedenheit  insbesondere durch allzu menschliches betriebsinternes Konkurrenzdenken immer wieder auch gefährdet sei, verdeutlicht der Stellvertretende Personalchef Benjamin Bender.

Neoperl, eine international tätige Firma, die mit ihren wasser- und energiesparenden Produkten den verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser fördert, handelt nachweislich ökologisch und sozial. Das belegen zwei Güte- und Qualitätszeichen. Dazu gehören das auf einer Erhebung der Universität  St. Gallen beruhende und 2016 verliehene Siegel „Ethics in Business“ ebenso wie das hervorragende Abschneiden 2018 bei dem landesweiten Wettbewerb „Great Place to work“.

Letztlich der Stärkung der Konkurrenzfähigkeit und mithin der Standortsicherung des Müllheimer Betriebes diente nach Auskunft des Betriebsratsvorsitzenden Bernd Kalchschmidt die Auslagerung nach Bulgarien von Teilen der Schlauchproduktion im dritten und vierten Quartal 2018. Sie betraf die mit viel Handarbeit verbundene Herstellung von Küchenauszugsschläuchen. In Bulgarien liege, wie er ausführte, der Stundenlohn bei etwa 3,50 Euro in der Stunde, während bei Neoperl in Müllheim die weitaus höheren Tariflöhne der IG Metall gezahlt werden.

Die Firma Neoperl - Arbeitgeber von weltweit rund 1800 Mitarbeiter in 17 Ländern - beschäftigt aktuell 650 Leute in Müllheim. Diese Stammarbeitsplätze mit einem Frauenanteil von über 40 Prozent waren von der genannten Verlagerung nicht betroffen, informierte Kalchschmidt. Laut Geschäftsleitung fielen aber 50 Leiharbeiterstellen weg. Gewachsen ist 2018 bei Neoperl in Müllheim die Stammbelegschaft, wie mitgeteilt wurde, und zwar von 600 zu Jahresbeginn auf aktuell 650 Personen. Dies, weil einerseits Leiharbeiter in feste Arbeitsverhältnisse übernommen und andererseits weitere Investitionen in Schlüsselfunktionen wie Forschung und Entwicklung sowie Engineering (Ingenieurwesen) getätigt wurden.

„Eine Verlagerung von Arbeitsplätzen in gleicher Größenordnung wie 2018 ist aus unserer Sicht heute unter den aktuellen Umständen nicht absehbar“, erklärte Geschäftsführer Schindler auf Nachfrage. „Wir sind stolz auf das gute Betriebsklima bei uns und wir arbeiten hart daran, dieses zu erhalten und weiter zu verbessern. Wir haben uns hohe ethische Standards gesetzt, nach denen wir miteinander umgehen wollen“, so Schindler nach der Betriebsbesichtigung. Die Auszeichnung „Great place to work“ zeige, dass Neoperl „ein attraktiver Arbeitgeber in der Region“ ist, der den Mitarbeitenden „bestmögliche Arbeitsbedingungen“ biete und die Arbeitsplatzqualität und Unternehmenskultur kontinuierlich weiterentwickle. In der Firma sind 17 Mitarbeiter mit Behinderung eingesetzt. Auch beschäftigt der Betrieb 14 Auszubildende und Studierende der praxisorientierten Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Um weiterhin marktführend und investitionsstark zu bleiben, baut Neoperl nach eigenem Bekunden seine Ressourcen in der Forschung und Entwicklung stetig aus, erfuhr die SPD-Besuchergruppe in Müllheim. Im kommenden Jahr sind Investitionen in Höhe von 8 Millionen in allen Unternehmensbereichen geplant, um Produktion und Logistik weiter zu modernisieren, dies auch im IT-Sektor.

Grundlage der positiven Zertifizierungen, die der Firma zuteil wurden, waren neben wirtschaftlichen Faktoren auch Aktionsfelder  wie Personalwirtschaft, Engagement im gesellschaftlichen Umfeld, Umwelt- und Verbraucherschutz. Ein hoher Automatisierungsgrad in der Neoperl-Produktion entkopple die menschliche Arbeitskraft vom Maschinentakt, teilte die Firmenleitung mit.  So gelinge es, Stress abzubauen. Ein gutes Beispiel sei das neue robotergesteuerte Kleinteilelager. Die Mitarbeiter in diesem Bereich seien „hoch zufrieden“.

Eine nicht nur attraktive, sondern auch wertorientierte Arbeitskultur wurde dem Unternehmen bescheinigt, erfuhr die Besuchergruppe. Der Vertriebsstammsitz der Neoperl-Gruppe ist in Reinach bei Basel ansässig, die Hauptproduktion mit Forschung, Entwicklung und Logistik in Müllheim. Das Unternehmen ist Weltmarktführer in den Segmenten Strahlregler und Rückflussverhinderer. Diese Produkte formen den Wasserstrahl, regeln die Durchflussmenge und schützen das Wasser vor Verunreinigungen.

Groß geschrieben wird bei Neoperl soziales Engagement. Das Unternehmen unterstützt an seinen beiden Hauptstandorten Mülheim und Reinach verschiedene Einrichtungen mit regionalem Bezug: Kindergärten, Schulen, Fördervereine, Sozialstiftung und Tafeln, ausgewählte Sportvereine, Sportveranstaltungen oder kulturelle Institutionen.

Bernd Michaelis

 

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